Header
Jeden Abend Live-Sendungen ::: Moderatoren zur Team-Verstärkung gesucht ::: Andere grüssen über die Grussbox ::: Mitchatten und dabeisein über den Chat ::: SOS-Radio goes Mobile unter 0931 - 66399 2059 ::: Sponsoren wanted :: Radio & more

Navigation
Facebook

  Aktuelles
  Newsletter
  Interviews

Sender

  Das Team
  Empfang & Cam
  Sendeplan
  Wunsch-/Grussbox
  Fanshop

Die Community

  Der Chat
  Das Forum
  Gästebuch
  Die Bash
  Statistiken


  Location
  Wer ist dabei
  Bilder-Galerie

Partner

  Sponsoren & Partner
  MySpace
  SOS Banner

Rechtliches

  Impressum
  Disclaimer
  Kontakt


 





Copyright by SOS-Radio.net


   
  
Interviews
 











.:: Text Interview mit Chainreactor







ChainreactorArtist: Chainreactor


Interview: zum Album "Insomniac"

Wir interviewten Jens von Chainreactor anlässlich des Releases seines zweiten Albums "Insomniac". Was er uns darüber zu berichten hat, was er über das Remixen denkt und welches Statement er zum aktuellen Geschehen in Fukushima parat hat, erfahrt ihr alles im folgenden Interview.



Hallo Jens, schön, mal wieder mit dir ein Interview führen zu können. Das letzte liegt knapp zwei Jahre zurück und wurde anlässlich deines Debütalbums „X-TINCTION“ geführt.
Wie waren denn so die Reaktionen auf deinen ersten Streich?
 
Jens: Tja, da gingen die Meinungen etwas auseinander. Ich hab eine Menge sehr positives Feedback bekommen, aber auch einiges an Negativem. Das war aber vor allem von Leuten die mit meiner Nähe zum harten Techno ein Problem hatten. Aber vor allem international betrachtet, waren die Reaktionen schon sehr positiv.
 
Mit „INSOMNIAC“ stellst du uns nun deinen zweiten Silberling in die Regale. Wie sehen für dich selbst die Weiterentwicklung und Unterschiede zum ersten Album aus?
 
Jens: "Insomniac" ist vielschichtiger als "X-tinction" Es ist einerseits ein sehr persönliches und düsteres Album, aber andererseits scheppert es auch wieder ordentlich. Vom Sound her insgesamt hat es aber auch eine Weiterentwicklung gegeben.
 
Du schreitest mit CHAINREACTOR also Solokünstler durch die Musiklandschaft. Hast du dir schon mal überlegt, Verstärkung ins Boot zu holen oder wirst du musikalisch gesehen immer „Single“ bleiben?
 
Jens: Was den rein musikalischen Aspekt betrifft, ist Chainreactor als Soloprojekt konzipiert und wird es auch bleiben. Für Live-Auftritte hol ich mir aber immer Unterstützung.
 
Wie würdest du selbst deinen Sound beschreiben?
 
Jens: Hart, düster und treibend. - Restless music for restless minds!
 
Okay, let’s talk about „INSOMNIAC“......
Der Titel steht wofür?
 
Jens: Ein "Insomniac" ist jemand der unter Insomnie ( Schlafstörungen ) leidet. In dem Fall ich selber. Mit dem Album hab ich versucht diese Erfahrung zu verarbeiten, da dass gerade in der Phase der Entstehung des Album ein großes Problem war. Ich wollte dieses Gefühl der Ruhelosigkeit, der Verzweiflung und der Druck den man sich selber macht und auch die immer gleichen Gedanken, die einem durch den Kopf gehen, in die Musik transportieren. Jemand der schonmal Proleme damit hatte kann das wahrscheinlich sehr gut nachfühlen.
 
Auf dem Album überraschst du mit gleich 16 Stücken. Wow!
Um genauer zu sein, sind es 12 Eigenkrationen und vier Remixe.
Wie kam der Kontakt zu den Remixern (INCUBITE, [X]-RX, XOTOX, [ORGANIC CAGE] zustande?
 
Jens: Man kennt sich halt unter Musikern, man tauscht sich schonmal aus und man fragt halt nach Remixen. Ein ganz normaler Vorgang vor allem in der elektronischen Musik.
 
Und wie zufrieden bist du mit den remixen?
 
Jens: Wenn ich mit den Remixen nicht zufrieden wäre, hätte ich sie nicht mit aufs Album genommen.
 
Wie war es für dich, deinen Sound, deine Rezeptur in anderen Gewändern zu hören?
 
Jens: Es ist immer interessant zu hören, wie andere Musiker das eigene Stück interpretieren. Der eine behält die Grundstrukturen bei, der andere bastelt eine völlig neue Melodie und der nächste baut fast einen komplett neuen Track. Aber alle Remixe haben definitiv ihren Reiz.
 
Gab es noch mehr Remixe?
 
Jens: Es gab noch andere Mixe, aber die waren fast alle von mir. Bei manchen Stücken habe ich echt lange gebraucht, bis ich sie auch für gut genug befunden habe. Manche Stücke haben es sogar garnicht aufs Album geschafft, obwohl ich 4-5 Versionen davon hatte ;)
 
Wenn ja, was passiert mit dem Rest?
 
Jens: Mit den meisten wird wahrscheinlich nicht mehr viel passieren. Aber es gibt 2 oder 3 Stücke die zu schade finde um sie zu vergessen. Entweder werden sie für ein eventuelles nächstes Album nochmal aufgegriffen oder landen vielleicht mal auf irgendwelchen Samplern.. mal gucken.
 
Lass uns nun mal ein paar Somgs von „INSOMNIAC“ herausgreifen und darüber philosophieren....
 
Jens: Gerne!
 
Was ist für dich „Der Wahre Alptraum“?
 
Jens: Tja, mittlerweile leider bittere Realität, wenn man sich die Ereignisse in Japan ansieht. Der Track war eigentlich mal meine Reaktion auf die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke in Deutschland. Diese wurde ja mittlerweile wieder ausgesetzt aufgrund der Katastrophe in Fokushima. Aber es bitter zu sehen, das immer erst was furchtbares passieren muss bevor unsere Politiker mal den Kopf einschalten.
 
„Pressure & Pain“ – ein schönes Wortspiel! Das Stück geht auch mit vollem Druck durch und durch. Erzähl ml ein bisschen was zu dem Teil, bitte.
 
Jens: Genau das soll es auch. Drücken bis an die Schmerzgrenze. Es soll aber bedeuten, dass man immer erst etwas investieren muss bevor man etwas bekommt. Auch für ein Stück wie "Pressure & Pain" muss man hart arbeiten, bis es so klingt wie es klingt.

Warum wurde das Album ausgerechnet nach dem Stück „Insomniac“ benannt?
 
Jens: Die Frage hab ich ja oben schon beantwortet :)
 
Eine Dystopie ist eine Geschichte, die in einer fiktiven Gesellschaft spielt, welche sich zum Negativen entwickelt hat.... Was genau möchtest du der Hörerschaft mit dem Song „Dystopia“ vermitteln?
 
Jens: "Dystopia" ist das Gegenteil von "Utopia". Also ein Ort oder ein Land in dem man nicht gerne leben würde. Für mich persönlich ist "Dystopia" ein Ort in meinem Kopf an den ich nicht gerne denke, da man von dort nur sehr schwer weg kommt.
 
Was ist eigentlich zuerst da: Die Samples oder der Sound?
 
Jens: Das ist völlig unterschiedlich bei jedem Stück. Manchmal höre ich ein Sample und weiß direkt, das bau ich ein! Manchmal hab ich einen fast fertigen Track und suche wochenlang nach dem passenden Sample. Manchmal merke ich aber auch, dass ein bestimmtes Sample vielleicht viel besser zu einem anderen Stück passt. Also gibt da kein Schema F.
 
Wie schaut es aus, mit richtig echtem Gesang? Hast du darüber überhaupt schon mal nachgedacht?
 
Jens: Klar. Aber Chainreactor ist ja in erster Linie Clubfutter, da ist Gesang ja nicht zwingend notwendig. Vielleicht werde ich mir in Zukunft mal eine Gastsängerin bzw. einen Gastsänger an Bord holen.
 
Und LIVe bist du ja nun auch mittlerweile zugegen. Wie kann man sich einen Gig von dir vorstellen?
 
Jens: Im Prinzip wie eine Mischung aus einem Dj-Set und echter Liveperformance. Ich spiele die Tracks zwar von der Festplatte ab, aber ich variiere sie dann Live je nach Situation und Stimmung.
 
Apropos „LIVE“: Wirst du dein neues Werk auch demnächst auf der Bühne präsentieren? Wenn ja, wann und wo??? Ich bin dabei!
 
Jens: Der nächste Livegig ist in Nürnberg auf der "Industrial-Technologies Vol.1" im Club "Der Cult" am 8.April. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten ;)
 
Soooo, nun will ich dir aber mal nicht all zu viel deiner Zeit stehlen und frage dich nach deinen letzten Worten, eine rBotschaft für deine Fans oder danach, ob du noch irgend etwas loswerden möchtest ....
 
Jens: An der Stelle hab ich letztens in einem Interview mal gesagt: Kämpft gegen die Atomlobby und gegen die Laufzeitverlängerung.  Deshalb sage ich jetzt mal: Denkt an die Armen Menschen in Japan und sorgt dafür, dass so eine vermeidbare Katastrophe wie das Reaktorunglück nie wieder passiert! Der wahre Alptraum steht erst noch bevor!
 
Vielen Dank für deine Antworten und viel Erfolg mit „INSOMNIAC“!
Tschüßikowski ;)
 
Jens: Es hat Spaß gemacht. Vielen Dank!
 
Bandwebsites:


 

© PromoFabrik - April 2011
 
 




SOS-Radio.net ist bei der GEMA und GVL registriert und damit ein offizieller Internetsender




Archiv  








.:: Mai 2011: Interview mit Amnistia
Interview mit Amnistia - zum neuen Album ''Egotrap'





.:: Mai 2011: Interview mit V2A
Interview mit V2A - zum neuen Album ''Machine Corps'





.:: April 2011: Ankündigung zum Amphi
Ankündigung zum Amphi in Köln - aktuelle Infos rund ums Festival





.:: April 2011: Interview mit Chainreactor
Interview mit Chainreactor - zum neuen Album ''Insomniac'





.:: März 2011: Interview mit Elias Matt
Interview mit Elias Matt - zum neuen Album ''Achtung! Alpha''





.:: März 2011: Interview mit X-Fusion
Interview mit X-Fusion - zum neuen Album ''Thorm in my Flesh''





.:: Februar 2011: Interview mit Incubite
Interview mit Incubite - zum neuen Album ''Toxicum''





.:: Februar 2011: Interview mit Atomic Neon
Interview mit Atomic Neon - zum neuen Album ''Change''





.:: Oktober 2010: Interview mit Culture Kultür
Interview mit Culture Kultür - zum neuen Album ''Spirit"